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Einzelbetriebliche Investitionsförderung
Teil A: Agrarinvestitionsförderung (AFP)

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Ziel ist es, einen Beitrag zu einer wettbewerbsfähigen, nachhaltigen, umweltschonenden, tiergerechten und multifunktionalen Landwirtschaft zu leisten und somit die Wirtschaftskraft nachhaltig zu stärken. Die Verbesserung des Verbraucher-, Tier-, Umwelt- und Klimaschutzes wird dabei besonders berücksichtigt.
 
  • Mit dem Agrarinvestitionsförderprogramm (AFP) werden insbesondere Baumaßnahmen gefördert. Diese sollen dazu dienen, die Produktions- und Arbeitsbedingungen sowie die Haltungsbedingungen von Nutztieren zu verbessern und die Produktionskosten zu rationalisieren und zu senken.
 
Voraussetzungen
 
  • Mindestgröße nach dem Gesetz über die Alterssicherung der Landwirte.
  • Mindestens 25 % der Umsatzerlöse aus Bodenbewirtschaftung bzw. bodengebundener Tierhaltung.
  • Positive Einkünfte im Einkommensteuerbescheid von max. 90.000 Euro bei Ledigen und 120.000 Euro bei Verheirateten.
  • Berufliche Qualifikation: Mindestens Besuch von 3 Seminaren des Bildungsprogramms Landwirt (BiLa) oder Abschlussprüfung in einem Agrarberuf oder erfolgreicher Abschluss einer agrar- und forstwirtschaftlichen Fachschule oder gleichwertige Berufsbildung.
  • Bei Investitionen über 200.000 Euro zuwendungsfähigen Ausgaben:        Buchführungsnachweis (mindestens zwei Buchabschlüsse bei Antragstellung in Form eines BMEL-Abschlusses) und Buchführungsauflage für mindestens 5 Jahre ab Abschluss der Maßnahme und Nachweis angemessener Eigenkapitalbildung.
  • Investitionskonzept (Nachweis der Wirtschaftlichkeit und Finanzierbarkeit).    Zuwendungsfähige Investitionen von mindestens 20.000 Euro, maximal 750.000 Euro (Einzelunternehmen) bzw. 1,5 Mio. Euro (Betriebszusammenschluss).
  • Vom Betrieb sind besondere Anforderungen mindestens in einem der Bereiche Verbraucher-, Umwelt- oder Klimaschutz und zusätzlich im Falle von Stallbauinvestitionen im Bereich Tierschutz entsprechend den Vorgaben der Anlage 1 zur Richtlinie zu erfüllen.
 
Einschränkungen

  • Keine Förderung von Bauvorhaben, die der Pflicht zur Umweltverträglichkeitsprüfung unterliegen, soweit sie nicht nach § 35 Abs. 1 Nr. 1 oder Nr. 4 Baugesetzbuch privilegiert sind.
  • Keine Investitionen in Verfahren der Anbindehaltung.
  • Keine Förderung von Energiegewinnungsanlagen sowie damit zusammenhängenden baulichen Anlagen und technischen Einrichtungen, die durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz oder durch das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz begünstigt werden können, sowie von Ölpressen.
  • Keine Förderung von Maschinen der Innen- und Außenwirtschaft.
  • Keine Förderung von Maschinen-, Mehrzweck- und Erntelagerhallen einschließlich deren technische Einrichtungen mit Ausnahme klimatisierter Lagerräume für Obst, Gemüse und sonstige Sonderkulturen einschließlich Kartoffeln.
  • Keine Förderung von Lagerräumen für Grundfutter (z. B. Fahrsilos) oder Wirtschaftsdünger (z. B. Güllegruben) sowie Hackschnitzel einschließlich deren technische Einrichtungen.
  • Es werden nur Investitionen in Bayern gefördert.
 
Maßnahmenbeginn nicht vor Bewilligung.

Auswahlverfahren
       
  • Die grundsätzlich förderfähigen Anträge werden einem Auswahlverfahren unterzogen.
  • Gefördert werden nur Anträge, die mindestens 5 Punkte im Auswahlverfahren erreichen.
  • Auswahlkriterien betreffen z. B. die Erfüllung besonderer Anforderungen beim Tierschutz oder die ressourcenschonende Bewirtschaftung.

 

Förderung

Die Zuwendungen werden als reine Zuschüsse in folgender Höhe gewährt:
 
  • Förderfähige Investitionen in nicht tierhaltungsbezogene Vorhaben werden mit bis zu 15 % bezuschusst.
  • Investitionen in die Tierhaltung werden mit bis zu 15 % bezuschusst, sofern die Anforderungen der Anlage 1A erfüllt werden (Basisförderung). Ein Zuschuss von bis zu 35 % wird gewährt, wenn zusätzlich auch die Anforderungen nach Anlage 1B erfüllt werden (Premiumförderung).
  • Für Investitionen bis zu zuwendungsfähigen Ausgaben von 300.000 Euro, die der erstmaligen Umstellung der Anbindehaltung von Milchkühen auf Laufstallhaltung dienen, sowie für Investitionen in die Zuchtsauenhaltung wird ein Zuschlag zu den o. g. Fördersätzen der Basis- bzw. Premiumförderung von 5 Prozentpunkten gewährt.
  • Der Zuschuss zur Förderung der fachkundigen Betreuung beträgt bis zu 50 % der Betreuungkosten.
  • Zuschussobergrenze 300.000 Euro, Betriebszusammenschlüsse 600.000 Euro.
 
 
Mittelherkunft: EU, Bund, Bayern

Stand: Februar 2015


Die BBV LandSiedlung hilft Ihnen gern bei der Beratung und der Antragstellung. Hierzu stehen Ihnen unsere Ansprechpartner zur Verfügung.
Welcher Betreuer und welche Baubuchhaltung für Sie zuständig sind können Sie unserem Merkblatt im Downloadbereich entnehmen.
 
Weiter Informationen finden Sie auf der Internetseite des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. 
 
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